Kurier vom 15. September 2025: Heumarkt: Konter gegen den Bezirkschef

Weltkulturerbe. „Alliance For Nature“ erinnert SPÖ-Politiker Erich Hohenberger, der sich
kürzlich für das Bauprojekt aussprach, an seine Unterschrift zu einem UNESCO-Memorandum.

…Der Landstraßer Bezirksvorsteher Erich Hohenberger (SPÖ) ist vor einigen Tagen vorgeprescht und hat sich überraschend deutlich für das umstrittene Hochhausprojekt am Heumarkt ausgesprochen. „Ja, ich würde das Projekt bauen“, erklärte das rote Urgestein dem KURIER.
Und er ergänzte, dass er dafür auch einen Konflikt mit der UNESCO in Sachen Weltkulturerbe riskieren würde – in dem Fall wäre das sogar eine Aberkennung des Titels,die bereits seit Jahren droht.

…Diese Aussagen des Bezirkschefs riefen jetzt allerdings Christian Schuhböck, Generalsekretär von „Alliance For Nature“, der hierzulande als UNESCO-Experte gilt, auf den Plan. Schuhböck erinnerte daran, dass Hohenberger im Jahr 2018 noch ganz anders gesprochen habe – nämlich im Zuge einer Unterschrift für das „Memorandum zum Schutz des Weltkultur- und Weltnaturerbes Österreichs“.

…2017 – war Wien von der UNESCO wegen des Heumarkt-Turms auf die rote Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt worden. „Hohenberger hat damals unsere Initiative unterstützt und hierzu auch das Memorandum unterschrieben“, erzählt Schuhböck.
„Das hat ihm aber heftige Kritik des früheren Landtagspräsidenten und Welterbe-Beauftragen Ernst Woller eingebrockt“.

„Scheinbar werden parteiintern nun auch noch die letzten kritischen Stimmen, die sich für das UNESCO-Welterbe aussprachen, auf Parteilinie gebracht“, so die Meinung Schuhböck
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von Christian Myr

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